Montag, 7. November 2016

{Rezension} Wintersonnenglanz von Gabriella Engelmann

Knaur Verlag / 256 Seiten / 9,99€

Mit "Wintersonnenglanz" bezaubert Gabriella Engelmann erneut mit einem warmherzigen Wohlfühl-Roman vor der atmosphärischen Kulisse der Ferien-Insel Sylt. Ergänzt um einen stimmungsvollen Adventskalender mit 24 Rezepten, Wohlfühl- und Deko-Tipps zur Herbst-, Winter- und Weihnachtszeit beschert die SPIEGEL-Bestsellerautorin ihren Leserinnen und Lesern ein Wiedersehen mit ihren sympathischen Heldinnen Larissa, Bea und Nele aus ihren Bestseller-Romanen "Inselsommer" und "Inselzauber".
Stimmungsvolle Dekorationen aus Hagebutten oder Tannenzapfen, das warme Licht von Kerzen, der Duft von Tee und Kuchen – Larissa liebt die Herbst- und Wintermonate, obwohl es für sie als Buchhändlerin die arbeitsreichste Zeit ist. Doch in diesem Jahr kann sich die besondere Magie einfach nicht entfalten, denn die Ereignisse überschlagen sich: Larissas Keitumer Buchcafé gerät finanziell in eine Schieflage, ihre Großtante Bea verhält sich auf einmal äußerst merkwürdig, und dann kommt es im „Büchernest“ auch noch zu einem schweren Wasserschaden. Jetzt kann nur noch ein Weihnachts-Wunder helfen.
Für die Protagonistin Larissa, die hier in ich Form erzählt, ist die Vorweihnachtszeit alles andere als einfach: Sie hat viel Arbeit im Büchernest, will Mann und Kind ebenfalls nicht zu kurz kommen lassen und dann dreht auch noch ihre Tante Bea am Rad.
Kein Wunder, dass sie sich manchmal völlig fertig fühlt. Ich konnte dies gut nachvollziehen.

Beim lesen hatte ich festgestellt, dass dies eigentlich der 3.Band der sylt Reihe ist. Aber das tat dem Lesevergnügen keinen Abbruch.
Waren es anfangs noch viele Namen, die da gleich auf den ersten Seten kamen, so hat man sich ganz schnell daran gewöhnt und wußte recht flott, wer was war.
Auch das bereits die zwei Geschichten voran gingen war eher unerheblich (wobei ich jetzt die beiden vorigen Teile auch unbedingt noch lesen möchte). Diese Geschichte ist eigenständig erzählt.

Und sie ist so toll! Mich konnte sie sofort in den Bann ziehen und es kamen gleich weihnachtliche Gefühle auf. Die Autorin konnte so stimmungsvoll erzählen, außerdem kann sie mit einem bezaubernden Charme die winterliche Insel Sylt dem Leser entgegen bringen, dass man sich gleich auf der Insel meint, oder wenigstens Fernweh dahin hat.
Mit einer Liebe und Wärme wird hier von der Insel geschwärmt, dass es einfach nur wundervoll ist. Und als kleines Highlight gab es am Ende noch eine Art Adventskalender, mit Gedichten, Sprüche, aber auch Rezepte aus dem Buch - das finde ich toll und werde das eine oder andere auf jeden Fall ausprobieren!
Für mich eine wirklich gute Geschichte, um sich auf die Weihnachtszeit einzustellen und eine klare Leseempfehlung!





{Rezension} Ostwind - Zusammen sind wir frei von Carola Wimmer

cbj Verlag / 160 Seiten / 9,99€
Mika ist außer sich vor Wut: Weil sie sitzengeblieben ist, soll sie den ganzen Sommer über lernen. Und das auch noch auf dem Reiterhof ihrer strengen Großmutter. Doch Mika sieht gar nicht ein, sich hinter Schulbüchern zu verschanzen und von Stallbursche Sam bewacht zu werden! Erst recht nicht, als sie den wilden Hengst Ostwind entdeckt. Fasziniert schleicht Mika sich in den Stall – und stellt überrascht fest, dass sie die Sprache der Pferde versteht! Jetzt setzt sie alles daran, Ostwind zu bändigen. Doch die intrigante Springreiterin Michelle will das unbedingt verhindern ...
Nachdem ich mit meinen Mädels den Film gesehen hatte, wollte die Kleine (8 ) mit mir zusammen auch das Buch lesen.
Die Große (12) hatte es bereits gelesen und fand es richtig gut, meinte, wir sollen das unbedingt lesen.

Pferdebücher sind momentan sowieso das Non Plus Ultra - und das hier konnte uns wirklich zu 100% überzeugen.
Die Geschichte, wie Mika und Ostwuind sich kennen lernen, wie sie zusammen wachsen und einfach nur zusammen gehören ist so rührend und spannend!
Es ist eine Geschichte rund um Freundschaft und die Liebe zu den Pferden. Teilweise hatten wir wirklich Tränen in den Augen und fanden das so schön!
Das Buch lässt sich gut lesen und ist so schön geeignet für kleine Reiterinnen und Reiter.





{Rezension} Mörderischer Freitag (5) - Nicci French


Bertelsmann Verlag / 416 Seiten / 14,99€

Frieda Kleins Ex-Lebensgefährte Sandy wird ermordet in der Themse aufgefunden. An seinem Handgelenk befindet sich ein Patientenarmband mit ihrem Namen. Frieda ist tief getroffen und gerät noch dazu ins Visier der Polizei, bei der sie an wichtigen Stellen höchst unbeliebt ist. Doch bevor es zur Anklage kommt, hat Frieda Klein sich abgesetzt und ermittelt auf eigene Faust. Wie hat Sandy nach der Trennung von ihr gelebt? Wer waren seine Geliebten, Freunde, Kollegen? Frieda stellt fest, wie wenig sie ihren Ex-Partner kannte, und als sie hinter das Geheimnis kommt, schwebt sie in höchster Gefahr … Ein psychologischer Thriller, der Frieda in dunkle Lebenswelten führt und sie von ihrer verletzlichsten Seite zeigt.
Ein neuer Roman und diesmal eine ganz persönliche Sache für Frieda Klein.
Diesmal wird ihr langjähriger Partner Sandy tod aufgefunden und Frieda gerät schon bald ins Visier der Polizei, die sie als Hauptverdächtige festnehmen will und auch in keiner weiteren Richtung ermittelt. Da auch der Polizeidirektor Frieda immer wieder in die Kritik nimmt, ist er jetzt sofort von ihrer Schuld überzeugt.
Aber Frieda ist die alte, ruhig und sachlich versucht sie dem eigentlichen Täter auf die Spur zu kommen.
Auch diesmal irrt sie wieder quer durch London und wir lernen wieder neue Plätze dieser faszinierenden Stadt kennen.
Und auch dieser 5. Band ist so spannend, trotz der leisen Töne, denn das Autorenpaar bleibt sich treu und schreibt hier keinen blutrünstigen Krimi, sondern einen der leisen Töne. Vom Ersten Band an konnte mich die Serie überzeugen und auch hier ist alles wieder perfekt.
Frieda Klein nimmt man es einfach ab! Sie ist so autentisch, auch wenn sie immer wieder mit sich selbst kämpft und zweifelt, ob sie es je schaffen wird, ist hier eine Protagonistin, die nicht aufgibt, die aber auch ganz normal ist. Sehr sympatisch!
Sehr spannend und recht zügig zu lesen - mich überzeugt die Serie weiterhin!
Vielen Dank an den Bertelsmann Verlag für das Rezensionsexemplar!






{Rezension} Die Stille vor dem Tod (Smoky Barrett Band 5) - Cody McFadyen

Bastei Lübbe / 480 Seiten / 22,90€ - E-Book 16,99€
Smoky Barrett ist zurück

An einem kalten Oktobertag werden Smoky Barrett und ihr Team nach Denver, Colorado, gerufen. Im Haus der Familie Wilton ist Schreckliches geschehen: Die gesamte fünfköpfige Familie wurde ermordet, und der Täter hat durch eine mit Blut geschriebene Botschaft Smoky mit der Lösung des Falles beauftragt. Doch das Unheil ist weit größer, denn die Wiltons sind nicht die einzigen Opfer. Insgesamt drei Familien wurden in der gleichen Nacht und in unmittelbarer Nähe voneinander getötet. "Komm und lerne", lautet die Botschaft an Smoky. Es wird ein grausamer Lernprozess, das Böse in seiner reinsten Form, in seiner tiefsten Abgründigkeit zu spüren. Smoky gelangt an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Und weit darüber hinaus.

Sehnsüchtig habe ich auf den neuen Roman um die taffe Smoky Barrett gewartet und wurde......enttäuscht. Ja, leider konnte dieser Teil nicht an seine glänzenden Vorgänger anschliessen.

Gleich zu Anfang geht es bereits los, wegen der Morde an drei Familien wird Smoky und ihr Team gerufen und plötzlich steckt sie mitten in einer ... ja in was? Verschwörung? Massenmord?
Sie wird entführt, kann sich befreien, entdeckt unfaßbares ( auch für den Leser irgendwie unfaßbar, weil kaum für möglich gehalten) und urplötzlich bekriegt sich da eine ganze Gruppe von Menschen und in den Strassen herrscht Krieg. Auch der Leser weiß kaum so recht, was er davon halten soll.
Außerdem begegnen wir zu dem Zeitpunkt einer Smoky, die weinerlich wie nie ist - liegt es an der Schwangerschaft? Seitenlang liest man über ihre Gefühle, was sie tun und nicht tun sollte ... und die Geschichte zieht sich einfach nur dahin.

Man lernt hier etwas über Smokys Ängste, eigentlich kein Wunder, bei dem, was sie bisher durch gemacht hat, und im Grunde wäre das nicht shlecht. Aber der Autor schweift immer wieder ab und vertut sich in langatmige erklärungen.

Und am Ende? Ist der Leser genauso ratlos wie am Anfang - alles weißt auf einen 6. Band hin, alles bleibt offen - bleibt nur zu hoffen, dass der Autor zu alter Stärke zurück findet, denn das hier war nichts...
Dieser 5. Band konnte mich gar nicht überzeugen und man hat das Gefühl, stellenweise hat ein anderer das Buch geschrieben. Nach den starken 4 Vorgängerbänden war der hier ein kleiner Reinfall, trotzdem hoffe ich auf einen besseren nächsten Band, in dem ganz sicher wieder Smoky im Fadenkreuz der Verbrecher stehen wird.
Vielen Dank an den Bastei Lübbe Verlag und NetGally für die Bereitstellungdes Rezensionsexemplares in Form eines E-Books.



Montag, 24. Oktober 2016

{Rezension} Große Ärsche auf kleinen Stühlen (Benni-Mama)



Fischer Verlag/ 240 Seiten/ 8,99€


Wo Eltern sich so richtig austoben – aus dem Alltag einer unerschrockenen Kindergarten-Mutter
»Elternabend oder Darmspiegelung? Vor die Wahl gestellt würde ich lieber zum Arzt gehen!«
Benni-Mama weiß, wovon sie spricht: Intrigen und Korruption, Mobbing und Machtspiele kommen nicht nur unter Managern vor. Wo Jungs- und Mädchenmütter, Erzieher der alten Schule und Kuschelpädagogen sich auf kleinen Stühlen zum Elternabend treffen, um einen Laternenumzug zu organisieren oder den biologisch korrekten Speiseplan zu erörtern, fliegen die Fetzen. Benni-Mama packt aus.
»Die einzig vernünftigen Menschen in einem Kindergarten sind die Kinder.«
Eine wunderbare Parodie auf all das Leid der geplagten Mütter!
Bei der in Ich-Form erzählenden Benni-Mama geht das schon bei der Suche nach einem Kindergartenplatz los. Da wird gebettelt, angepriesen und bestochen - aber all das nützt nichts, um einen Platz zu bekommen - da kommt es manches mal nur auf einer Kleinigkeit an.
Endlich einen Platz für das Kind ergattert, ist das Ganze damit natürlich nicht beendet. Da sind lange Elternabende in Sicht, genauso wie Putz- und Arbeitseinsätze. Nicht zu vergessen, wenn dann die Kinder mal erkranken, dann bricht das heillose Chaos aus.

Immer wieder habe ich gelacht über die sehr drastischen und so manches mal zugespitzten Szenen der Autorin. Aber manches mal musste ich auch an die Kindergartenzeit meiner Mädels denken und ihr Recht geben: Ja, genau so läuft es!
Und da kann man eigentlich dann schon wieder weinen, dass es so schwer ist, hier einen vernünftigen Kindergartenplatz für den kleinen Nachwuchs zu bekommen.

Für alle Mamas eindeutig zu empfehlen, für alle Nicht- und werdende Mamas aber ebenfalls, lest es euch durch und lernt: gerade den Platz für einen Kindergarten, vielleicht noch den Wunschkindergarten, sollte man sehr, sehr zeitig reservieren!

Ein wunderbarer Humor, mit vielen kleinen Highlights - ich habe mich köstlich amüsiert und werde auch das zweite Buch der Autorin lesen: Benni kommt ja auch mal zur Schule - ich glaube, da werden die Probleme auch nicht weniger!






{Rezension} Harry Potter und das verwunschene Kind

Carlsen Verlag / 336 Seiten / 19,99€ E-Book 14,99€
Die achte Geschichte. Neunzehn Jahre später. Das Skript zum Theaterstück! Harry Potter und das verwunschene Kind, basierend auf einer neuen Geschichte von J.K. Rowling, John Tiffany und Jack Thorne, ist ein neues Theaterstück von Jack Thorne. Es erzählt die achte Geschichte in der Harry-Potter-Serie und ist gleichzeitig die erste offizielle Harry-Potter-Geschichte, die auf der Bühne präsentiert wird. Das Stück feiert am 30. Juli 2016 im Londoner West End Premiere. Es war nie leicht, Harry Potter zu sein – und jetzt, als überarbeiteter Angestellter des Zaubereiministeriums, Ehemann und Vater von drei Schulkindern, ist sein Leben nicht gerade einfacher geworden. Während Harrys Vergangenheit ihn immer wieder einholt, kämpft sein Sohn Albus mit dem gewaltigen Vermächtnis seiner Familie, mit dem er nichts zu tun haben will. Als Vergangenheit und Gegenwart auf unheilvolle Weise miteinander verschmelzen, gelangen Harry und Albus zu einer bitteren Erkenntnis: Das Dunkle kommt oft von dort, wo man es am wenigsten erwartet. Das Special Rehearsal Edition Script wird bis zum Erscheinen der erweiterten Ausgabe 2017 erhältlich sein.




Was war ich gespannt auf diese Geschichte, wurde das Buch doch gleich bei amazon nieder geschmettert - oh weh, ist das wirklich so schlimm? Aber ich will mir mein eigenes Bild machen und meine eigenen Gedanken dazu.

Geschrieben ist es in Skript Form, das sollte man auf jeden Fall beachten, bevor man es kauft und liest, es ist nicht jedermanns Geschmack, aber ich fand das gar nicht schlimm, ich konnte das gut lesen und irgendwelche Beschreibungen fehlten mir zu keiner Zeit, kennt man sich als Harry Potter Fan doch bestens in Hogwart aus.

19 Jahre nachdem Harry Potter endlich Voldemort besiegt hatte, kehren nun die Kinder der damaligen Protagonisten zurück nach Hogwarts. Da gleich mal etwas zu ihnen. Rose, die Tochter von Hermine und Ron ist doch schon sehr speziell, sie hat die Überheblichkeit ihrer Mama zu mehr als 100% geerbt, aber noch dazu war sie mir persönlich auch noch total unsympathisch. Auch wenn man so viel von ihr nicht gelesen hat.
Im Gegensatz zu Albus - Sohn von Harry und Ginny- und Scorpius - Sohn von Draco Malfoy.
Diese beiden bestehen hier die Abenteuer, wobei ich dazu hier weniger spoilern will und nichts weiter von der Handlung wiedergeben werde.
Albus hat so seine Probleme mit seinem Vater Harry und ich konnte seine Dickköpfigkeit manchmal so gar nicht verstehen. Aber auch Harry macht seine Vaterrolle alles andere als gut - er sagt zwar selbst, er habe nie einen Vater gehabt und weiß deswegen nicht, wie es geht. Aber mal ehrlich: Er war doch immer der gute und mitfühlende Harry, hier hat er manchmal echt grausame Seiten an sich seinem Sohn gegenüber .... das fand ich einfach nur furchtbar.
Scorpius dagegen war eine echt Bereicherung in der Geschichte und ich mochte ihn wirklich gerne. Selbst sein Vater Draco hat einige Pluspunkte hier sammeln können und ich war positiv überrascht.

Die Geschichte an sich fand ich ganz gelungen und gut erzählt, klar ist manches von weit her - aber mal ganz ehrlich, nachvollziehbar war das Ganze schon - für mich auf jeden Fall!
Sieht man mal von den Charakterschwächen einiger Protagonisten ab, war es eine schöne Geschichte, mit Überraschungen. Eine wunderbare Zeitreise zurück nach Hogwarts.